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·       Das Edessabbild des Erlösers

 

 

 

 



Das ist die Ur-Ikone von Jesus Christus 1. Der Herr wird auf dem Tuch mit schulterlangen Haaren und göttlicher Herrlichkeit dargestellt.
Die feine lange Nase akzentuiert das schmale Antlitz. Der  spitze Bart fällt meist in zwei Teile. Daher wird die Ikone auch volkstümlich auch "der Erlöser mit den nassen Bärtchen" genannt. Eindeutige Nachweise über en Existenz des Tuchs, gibt es seit den Zeiten des Kaisers Konstantin des Großen. Dieser sollte davor gekniet haben.

Das nicht von Menschenhand gemachte" Bild2 genannt auch „Veronica“3 wurde oft kopiert und sehen wir häufig auf Heiligen-Ikonen, oben auf Kupferikonen, Kreuzen usw. Wir finden das Tuch auch noch in einer anderen Darstellung: Zwei auf Wolken stehende Engel halten das Tuch empor, auf dem das Antlitz des bärtigen Jesus Christus abgedrückt ist.

Das geheimnisvolle Abbild muss den Jüngern wie ein Zeichen erschienen sein. Sie könnten das von Jesus geheiligte syro-mesopotamische Reich Edessa gewählt haben, weil sie zu dieser Zeit ein kulturelles Zentrum war.

In der Heiligen Stadt Edessa4 (die heutige Stadt Urfa in der Türkei östlich des oberen Euphrat) im mesopotamischen Königreich Osronoye, wird die Geschichte überliefert, dass König Abgar5 von Edessa einen Boten an Jesus aussandte, damit dieser ihn von einer schweren Krankheit heilen möge. Jesus antwortet ihm, er habe keine Zeit, würde jedoch einen seiner Jünger schicken. Eusebius schrieb6, das der heilige Thomas sendete Mar Addai7 zu König Abgar, um ihn zu heilen. Er ging jedoch nicht direkt zum König, sondern begann Kranke zu heilen. Der König hörte davon und rief ihn zu sich.

Die Legende sagt, dass als Mar Addai zum König kam, legte er sich das Tuch auf die Stirn und wurde von seiner Krankheit geheilt und ließ sich dann von Mar Addai taufen8.

Dietmar Nix erzählt in „Das Grabtuch Christi“, Kaiser Caracalla lässt Edessa erobern, und umbenennen in "Colonia Edessenorum". Juden und Christen sind Feinde des Imperiums und gehen in den Untergrund. Ein Bischof mauerte das Grabtuch in die Stadtmauer ein. Das Wissen darum geht verloren.

Nach dem Historiker Niaphoris verschwindet das Tuch im Jahre 3259. Es wird behauptet, dass das Tuch geschützt vor Hochwasser im Stadtmauer versteckt wurde und geriet in Vergessenheit10 bis es im Jahre 544 unter der Regierung des Kaisers Justinian I. bei Bauarbeiten in einem Abschirmrahmen11 wiederentdeckt wurde.

Kaiser Romano Lakapenos hat im Jahre 942 die Bewohner von Edessa dazu aufgefordert das Tuch ihm zu überliefern und belagerte deshalb die Stadt. Im Jahre 944 gelang das Tuch nach Konstantinopel und wurde in der Pharos-Kapelle ausgestellt.

Karlheinz Dietz, Professor für Griechisch-römische Geschichte an der Universität Würzburg, ging bei einem Grabtuch-Kongress in Wien auf das als "Mandylion" bezeichnete Bild von Edessa ein. "Viele Charakteristika des als Archetyp wunderbarer Christusbilder geltenden Edessa-Bildes stimmen wesentlich mit dem Turiner Grabtuch überein", so Dietz wörtlich. Die Differenzen zwischen Edessabbild und Grabtuch wären erklärbar, führte Dietz aus. So hätte in den ersten Jahrhunderten ein Grabtuch mit Bild aus verschiedensten Gründen unmöglich ganz oder teilweise gezeigt oder als Reliquie verehrt werden können, "ohne das Objekt und den Besitzer mit der Vernichtung zu bedrohen". Deshalb musste der wahre Sachverhalt verschleiert werden. Dies sei der Fall gewesen, wenn in Edessa bald nach dem Jahr 200 von Christen behauptet wurde, ein von Christi eigener Hand her rührendes Schreiben zu besitzen. Es ist inzwischen jedoch die Rede, dass dieser "Christusbrief" in Wirklichkeit ein Christusbild gewesen sei.

Während des zweiten Kreuzzuges, im Jahr 1147, erhielt Everard de Barres, Großmeister der Templer (1146-1152), die Gelegenheit in Konstantinopel die Reliquie zu sehen 12. Beeindruckt war man sich im Templerorden der Tragweite dieses Tuches bewusst und erkannte augenscheinlich die Bedeutung für den Fortbestand der katholischen Kirche.

Während des Kreuzzuges im Jahre 1203, wurde es in die Blachernen-Kirche in Konstantinopel gebracht, aus der es nach der Einnahme der Stadt verschwindet. Erst 150 Jahre später taucht es in Frankreich genauer in Lirey bei Troyes wieder auf. Wo es währenddessen war, ist nicht klar, vermutlich hat es einer der Templer an sich genommen, bis es schließlich in die Hände der Familie Charny, genauer Geoffroy de Charny fiel.

Zur Zeit wird das Tuch in Genua in Italien aufbewahrt. Es bleibt jedoch nicht nur ein Phänomen, sondern ein Beweis der direkten Verbundenheit des syrischen Christentums mit Jesus.

 

Raif Toma

 

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Quellen: 

1 Siehe "Legende" des Fürsten Abgar von Edessa.        

2 Acheiroppieta                                                                                                                                                                                                                                                                                                            3 Vera ikon, lateinisch-griechisch, "wahres Bild". Das große Kunstlexikon von P.W. Hartmann                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       4 Das erste christliche Reich. Nach der katholischen Enzyklopädie: verlieh Seleucus Nicator die Stadt Urhoy diesen Namen nach dem er sie umbaute. In Anlehnung an der mazedonische Stadt mit dem gleichen Namen ( jetzt Vodena)                                                                                                                                                                                                                         5 Der römische Name von ihm war Laejus                                                    

6 In der Geschichte der Kirche                                                                                                                                                                                                                                                                   7Thaddäus, Einer der Siebzig                                                                                                                                                                                                                                                                                  8 Nach Dietmar Nix wurde das Reich erst im Jahre 170 christlich und hier wurde erst das erste christliche Kirche rrichtet..                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           9 Was es begründet, warum das Tuch von Mar Aphrem der Syrer und Mar Jacub von Sarug nicht erwähnt wird.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              10 Dietmar Nix erzählt in „Das Grabtuch Christi“, dass ein christlicher Bischof im Jahre 212 nach der Belagerung der Stadt durch Caracalla, mauert das Grabtuch in die Stadtmauer ein.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  11 Es gibt auch Wissenschaftler wie, die das Abbildtuch und das Grabtuch als eins finden                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            12 Wurde auch von Ludwig VII verehrt.


 

Weitere Quellen:

·         Dipl.-Theologe Christoph Fasse Georg-August-Universität Göttingen Theologische Fakultät

·         ,,Aleiphos - der unterirdische Strom Arkadiens", von Michel Kleine

·         Auf den Spuren eines Mythos, Theorien der Jesus-Forschung (1), Iris Vladimirovic.

·         ABC News

 

 

 


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